Wilson Hermanto

Wilson Hermanto

Dirigent

Der in Indonesien geborene Wilson Hermanto ist seit 2017 Erster Gastdirigent des Kammerorchesters „Cameristi della Scala“. In der Spielzeit 2026/27 sind Auftritte mit der Filarmonica del Teatro Comunale di Bologna, der Prague Philharmonia, dem Orchestra dell’Accademia Teatro alla Scala sowie die Aufführung der „Johannespassion“ von J. S. Bach mit den Cameristi della Scala geplant. Als Mitbegründer und künstlerischer Co-Leiter des „Vevey Spring Classic“ zusammen mit dem deutschen Cellisten Daniel Müller-Schott geht das Festival im Mai 2027 in sein sechstes Jahr.

Seit fast einem Jahrzehnt arbeitet Wilson Hermanto regelmäßig mit den Cameristi della Scala zusammen und hat das Orchester bei Auftritten in Italien (unter anderem am Teatro alla Scala in Mailand), Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Rumänien (George-Enescu-Festival), der Türkei und Hongkong geleitet. Als Gastdirigent dirigierte Wilson Hermanto Leonard Bernsteins Oper „Candide“ an der Baltischen Staatsoper in Polen und arbeitete zudem mit dem Warschauer Philharmonischen Orchester, der Sinfonia Varsovia, dem Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, dem George-Enescu-Philharmonieorchester, dem Heidelberger Philharmonischen Orchester, dem Argovia philharmonic, dem Chilenischen Nationalen Symphonieorchester, dem Mariinsky-Orchester, dem Stettiner Philharmonischen Orchester, dem NFM Leopoldinum-Orchester und dem Philharmonischen Orchester von Bogotá zusammen.

In Frankreich trat Wilson Hermanto mit mehreren der bedeutendsten Orchester des Landes auf, darunter das Orchestre National de Lyon, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das Orchestre de Chambre de Paris, das Orchestre National d’Île-de-France, das Orchestre National de Metz und das Orchestre National de Bretagne. Weltweit dirigierte er das Cleveland Orchestra, die Deutsche Radio-Philharmonie Saarbrücken, das Prager Symphonieorchester, das London Philharmonic Orchestra, das BBC National Orchestra of Wales, das Orchestra della Svizzera Italiana, das Kammerorchester Lausanne, die NDR Radio-Philharmonie Hannover, das Ulster Orchestra, das Florida Orchestra, das English Chamber Orchestra, das Malaysian Philharmonic Orchestra, das Wiener Kammerorchester und viele andere.

Mit einem breiten Repertoire, das vom Barock bis zur Musik unserer Zeit reicht, hat Wilson Hermanto zahlreiche zeitgenössische Kompositionen aufgeführt (darunter mehrere Weltpremieren als Dirigent) und mit Komponisten wie Zygmunt Krauze, Bruno Mantovani, Jörg Widmann, Agata Zubel, Thuridur Jónsdóttir, Helmut Lachenmann, H.K. Gruber, Matteo Franceschini, Enno Poppe, Teoniki Rożynek, Wojciech Błazejczyk und Lowell Liebermann zusammengearbeitet. Zu den renommierten Solisten, mit denen Wilson Hermanto zusammengearbeitet hat, zählen unter anderem Maxim Vengerov, Lang Lang, Francesco Piemontesi, Daniel Müller-Schott, Gautier Capuçon, David Fray, Veronika Eberle, Simon Trpčeski, Maxim Rysanov, Till Fellner, Alexei Volodin, Carolin Widmann, Nils Mönkemeyer, Kian Soltani usw.

Wilson Hermanto erwarb einen Bachelor-Abschluss in Violinspiel am Peabody Conservatory of Music in Baltimore und einen Master-Abschluss in Orchesterdirigieren an der Manhattan School of Music in New York, wo er bei dem schwedischen Maestro Sixten Ehrling studierte. Als enger Mentor, der ihn über mehr als ein Jahrzehnt hinweg begleitete, zeigte Sir Colin Davis großes Interesse an Wilson Hermantos musikalischer Entwicklung. Er war zudem einer der letzten Schüler von Carlo Maria Giulini in dessen Dirigierkurs an der Scuola Musica di Fiesole in Italien. Darüber hinaus studierte er am Tanglewood Music Center bei Seiji Ozawa und an der Lucerne Festival Academy bei Pierre Boulez.

Im Jahr 2024 veröffentlichte Claves Records ein CD-Album mit Werken von Beethoven und Mozart, eingespielt von Wilson Hermanto und den Cameristi della Scala; im Frühjahr 2026 folgte die Veröffentlichung eines CD-Albums mit Trompetenkonzerten von Heinz Karl Gruber, Péter Eötvös und Bernd Alois Zimmermann, auf dem der französische Trompeter Clément Saunier und die Sinfonia Varsovia unter der Leitung von Wilson Hermanto zu hören sind.